Beim Flammen wird die Steinoberfläche mit einer heißen Flamme behandelt, wodurch Bestandteile abplatzen und eine raue, griffige Struktur entsteht. Das Ergebnis ist matt, oft leicht aufgehellt und vor allem: stark rutschhemmend – auch nass. Geflammter Naturstein ist deshalb der Klassiker für Terrassen, Stufen, Wege und Nassbereiche. Geeignet sind vor allem harte, quarzhaltige Steine wie Granit und Gneis.

Was beim Flammen passiert

Die Oberfläche wird kurz mit einer sehr heißen Flamme überfahren. Durch die Hitze platzen einzelne Bestandteile (v. a. Quarz) an der Oberfläche ab, es entsteht eine raue, unregelmäßige Struktur. Der Stein wirkt danach matt und häufig etwas heller als im polierten Zustand.

Warum geflammt so trittsicher ist

Die raue Struktur bietet viel Griff – der entscheidende Vorteil im Freien und im Nassbereich. Deshalb werden Terrassenplatten, Treppenstufen, Wege und Pool­umrandungen häufig geflammt ausgeführt. Zusammen mit einer frostbeständigen Steinsorte ergibt das eine sichere, wetterfeste Fläche.

Geeignete Steine

Flammen eignet sich vor allem für harte, quarzhaltige Steine wie Granit, Gneis und einige Basalte. Kalkhaltige oder weiche Steine reagieren anders und werden stattdessen gebürstet oder gestockt, um eine griffige Oberfläche zu erhalten.

Geflammt oder gebürstet?

Geflammt ist rau und stark rutschhemmend, gebürstet ist feiner strukturiert, samtig und etwas glatter. Häufig kombiniert man beides: geflammt-gebürstet verbindet Trittsicherheit mit einer angenehmeren Haptik – eine beliebte Ausführung für Terrassen.

Pflege

Die raue Oberfläche hält etwas mehr Schmutz, lässt sich aber gut mit Wasser und Bürste reinigen. Im Außenbereich fällt vor allem Grünbelag an. Eine Imprägnierung (gern farbvertiefend) kann die Reinigung erleichtern und die durchs Flammen aufgehellte Optik wieder etwas vertiefen.

Häufige Fragen

Was bedeutet geflammt?

Die Oberfläche wird mit einer heißen Flamme behandelt; Bestandteile platzen ab und es entsteht eine raue, griffige Struktur. Die Fläche wirkt matt und oft etwas aufgehellt.

Warum ist geflammt rutschhemmend?

Die raue Struktur bietet viel Griff – auch nass. Deshalb ist geflammter Naturstein ideal für Terrassen, Stufen, Wege und Nassbereiche.

Welche Steine kann man flammen?

Vor allem harte, quarzhaltige Steine wie Granit, Gneis und einige Basalte. Kalkhaltige oder weiche Steine werden meist gebürstet oder gestockt.

Ist geflammt schwerer zu reinigen?

Die raue Oberfläche hält etwas mehr Schmutz, lässt sich aber gut mit Wasser und Bürste reinigen. Außen fällt vor allem Grünbelag an; eine Imprägnierung hilft.

Wo wird geflammt eingesetzt?

Vor allem außen: Terrassen, Wege, Treppenstufen, Poolumrandungen und rutschgefährdete Flächen. Auch im Nassbereich innen. Für glatte, edle Innenböden ist poliert oder geschliffen üblich.

Geflammt oder gebürstet?

Geflammt ist rauer und stark rutschhemmend, gebürstet feiner und samtig. Oft kombiniert man beides (geflammt-gebürstet), um Griffigkeit und angenehme Haptik zu verbinden.