Quarzit ist ein metamorphes Gestein, das überwiegend aus Quarz besteht — dadurch extrem hart, kratzfest und weitgehend säurebeständig. Damit vereint echter Quarzit die Robustheit von Granit mit oft edler, marmorähnlicher Optik und eignet sich hervorragend für Arbeitsplatten, Böden und den Außenbereich. Wichtig ist die Abgrenzung: Manche kalkhaltigen Steine werden im Handel fälschlich „Quarzit" genannt und sind säureempfindlich.
- Gesteinsfamilie
- Metamorph
- Härte
- sehr hoch
- Säurebeständigkeit
- hoch (echter Quarzit)
- Wasseraufnahme
- gering
- Frostbeständig
- meist ja
- Einsatz
- innen & außen
Eigenschaften von Quarzit
Quarzit entsteht, wenn quarzreicher Sandstein unter Druck und Hitze umgewandelt wird. Das Ergebnis ist ein sehr dichtes, hartes Gestein mit hohem Quarzanteil. Daraus folgen die wichtigsten Praxiseigenschaften: hohe Kratz- und Abriebfestigkeit, geringe Wasseraufnahme und – bei echtem Quarzit – gute Säurebeständigkeit. Farblich reicht die Palette von hellen Weiß- und Grautönen bis zu warmen und kräftigen Farben, oft mit einer marmorähnlichen Maserung.
Vorsicht bei der Bezeichnung
Im Handel werden gelegentlich kalkhaltige Steine als „Quarzit" verkauft, die säureempfindlich sind und matt ätzen können. Wer die Säurebeständigkeit von echtem Quarzit braucht (z. B. in der Küche), sollte die genaue Sorte und deren Eigenschaften prüfen.
Quarzit als Arbeitsplatte, Boden und außen
Wegen seiner Härte und Säurebeständigkeit ist echter Quarzit eine ausgezeichnete Küchenarbeitsplatte — eine hochwertige Alternative zu Granit, oft mit lebendigerer Optik. Als Bodenbelag ist er extrem strapazierfähig, auch mit Fußbodenheizung. Im Außenbereich eignen sich viele Quarzite für Terrassen, Wege und Fassaden, sofern die Sorte frostbeständig und die Oberfläche trittsicher ist.
Quarzit oder Quarzkomposit?
Nicht zu verwechseln: Quarzit ist ein Naturstein, Quarzkomposit (Quarzwerkstoff) ist ein industriell hergestellter Verbund aus Quarzanteilen und Kunstharz — also kein Naturstein. Beide werden für Arbeitsplatten genutzt, verhalten sich aber unterschiedlich, etwa bei Hitze und Reparatur. FelsKontur behandelt Quarzkomposit nicht als Naturstein.
Quarzit reinigen und imprägnieren
Quarzit ist pflegeleicht: Wasser und ein pH-neutraler Reiniger genügen. Auch harte Steine können Öl und Fett aufnehmen, daher ist eine Imprägnierung auf Arbeitsplatten empfehlenswert. Aggressive Reiniger sind unnötig; weiche Tücher schonen die Oberfläche.
Vorteile und Nachteile
Vorteile
- Sehr hart und kratzfest
- Säurebeständig (echter Quarzit)
- Edle, oft marmorähnliche Optik
- Innen wie außen einsetzbar
Nachteile
- Verwechslungsgefahr mit kalkhaltigen „Quarziten"
- Ohne Imprägnierung öl-/fettempfindlich
- Bearbeitung aufwendig (sehr hart)
- Höheres Preissegment
Typische Fehler
- Kalkhaltigen „Quarzit" in der Küche einsetzen und Säurebeständigkeit erwarten.
- Quarzit mit Quarzkomposit gleichsetzen.
- Öl-/Fettflecken unbehandelt einziehen lassen.
Kosten von Quarzit
Quarzit liegt meist im mittleren bis oberen Preissegment, seltene Sorten darüber. Der Preis hängt von Sorte, Herkunft, Format und Oberfläche ab. Details unter Naturstein-Kosten pro Quadratmeter.
Hinweis zu Preisen
Alle Preisangaben sind grobe Richtwerte zur Orientierung und ersetzen kein individuelles Angebot.
Häufige Fragen zu Quarzit
Ist Quarzit härter als Granit?
Echter Quarzit gehört zu den härtesten Natursteinen und ist meist mindestens so hart wie Granit, oft härter. Er besteht überwiegend aus Quarz und ist sehr kratz- und abriebfest.
Ist Quarzit säurebeständig?
Echter Quarzit ist weitgehend säurebeständig, da er kaum Calciumcarbonat enthält. Vorsicht: Manche kalkhaltigen Steine werden als „Quarzit" bezeichnet und können säureempfindlich sein.
Eignet sich Quarzit als Arbeitsplatte?
Ja, sehr gut. Härte und Säurebeständigkeit machen echten Quarzit zur ausgezeichneten Wahl. Eine Imprägnierung schützt zusätzlich vor Öl- und Fettflecken.
Unterschied zu Quarzkomposit?
Quarzit ist ein Naturstein, Quarzkomposit ein industrieller Verbund aus Quarz und Kunstharz — kein Naturstein. Beide werden für Arbeitsplatten verwendet, verhalten sich aber unterschiedlich.
Wie pflegt man Quarzit?
Mit Wasser und pH-neutralem Reiniger. Quarzit ist pflegeleicht; eine Imprägnierung reduziert die Aufnahme von Öl und Fett. Weiche Tücher sind schonender als Scheuermittel.
Ist Quarzit für außen geeignet?
Ja, viele Quarzite sind frostbeständig und trittsicher — für Terrassen, Wege und Fassaden. Maßgeblich sind die Frostbeständigkeit der Sorte und eine rutschhemmende Oberfläche.


