Ein großer Vorteil von Naturstein: Er lässt sich aufarbeiten. Durch stufenweises Schleifen und anschließendes Polieren verschwinden matte Stellen, Kratzer, Laufspuren und stumpfe Oberflächen – die Fläche wirkt wieder wie neu. Weil dabei nur eine hauchdünne Schicht abgetragen wird, ist das über die Lebensdauer mehrfach möglich. Die flächige Aufarbeitung gehört in die Hand eines Steinrestaurators.

Aufarbeiten statt austauschen

Anders als Materialien, die man bei Schäden nur ersetzen kann, lässt sich Naturstein regenerieren. Kratzer und matte Stellen, Ätzungen auf Marmor, stumpfe Böden und Laufspuren werden durch Schleifen und Polieren beseitigt. Das erhält den Wert des Materials und spart im Vergleich zum Neubelag.

Welche Steine sich eignen

Vor allem dichte, polierfähige Steine wie Marmor, Kalkstein, Granit und Quarzit lassen sich schleifen und auf Hochglanz polieren. Poröse oder spaltraue Steine wie Sandstein oder Schiefer lassen sich nicht hochglänzend polieren, aber teils schleifen oder aufhellen.

So läuft die Aufarbeitung ab

Die Fläche wird mit immer feineren Körnungen stufenweise abgeschliffen und danach poliert (bei kalkhaltigen Steinen oft kristallisiert). Dabei trägt man eine sehr dünne Schicht ab, wodurch Kratzer und matte Stellen verschwinden und der gewünschte Glanzgrad – matt, seidenmatt oder poliert – eingestellt wird. Das erfordert Spezialmaschinen, das passende Schleifmittel und Erfahrung für ein gleichmäßiges Ergebnis.

Flächig: Sache für den Fachbetrieb

Kleine Ausbesserungen an poliertem Marmor sind mit Polierpasten teils selbst möglich. Das flächige Schleifen ganzer Böden gehört jedoch zum Steinrestaurator – falsches Vorgehen erzeugt Wellen, Schleier oder ungleichmäßigen Glanz.

Wie oft ist das möglich?

Weil nur eine hauchdünne Schicht abgetragen wird, lässt sich Naturstein über seine Lebensdauer mehrfach aufarbeiten. Bei fachgerechter Ausführung bleibt genug Material für viele Jahrzehnte – ein Grund, warum Natursteinböden so langlebig sind.

Kosten

Die Kosten hängen von Fläche, Steinart, Zustand und gewünschtem Finish ab und ergeben sich verlässlich nur aus einem Angebot. Als Orientierung liegt eine professionelle Aufarbeitung deutlich unter den Kosten eines kompletten Neubelags – siehe auch Sanierungskosten.

Häufige Fragen

Kann man Naturstein aufarbeiten?

Ja, ein großer Vorteil von Naturstein. Durch Schleifen und Polieren lassen sich matte Stellen, Kratzer, Laufspuren und stumpfe Oberflächen entfernen, sodass die Fläche wieder wie neu wirkt.

Welche Steine kann man schleifen und polieren?

Vor allem dichte, polierfähige Steine wie Marmor, Kalkstein, Granit und Quarzit. Poröse oder spaltraue Steine lassen sich nicht hochglänzend polieren, aber teils schleifen.

Wie läuft das ab?

Stufenweise mit immer feineren Körnungen abschleifen und anschließend polieren. Dabei wird eine hauchdünne Schicht abgetragen. Das erfordert Spezialmaschinen und Erfahrung.

Kann ich selbst schleifen?

Kleine Ausbesserungen an poliertem Marmor sind mit Polierpasten teils selbst möglich. Flächiges Schleifen ganzer Böden gehört zum Steinrestaurator.

Wie oft kann man schleifen?

Da nur eine dünne Schicht abgetragen wird, lässt sich Naturstein mehrfach aufarbeiten. Bei fachgerechter Ausführung bleibt genug Material für viele Jahrzehnte.

Was kostet das?

Abhängig von Fläche, Steinart, Zustand und Finish; verlässlich nur per Angebot. Als Orientierung liegt eine Aufarbeitung deutlich unter den Kosten eines Neubelags.