Naturstein macht die Dusche edel und hochwertig – vorausgesetzt, drei Punkte stimmen: eine fachgerechte Abdichtung, eine rutschhemmende Bodenoberfläche und die richtige, konsequente Pflege. Gut geeignet sind dichte, unempfindlichere Steine wie Granit, Schiefer und Quarzit; kalkhaltige Steine wie Marmor und Travertin sind möglich, aber pflegeintensiver. Der Dauerkontakt mit Wasser, Kalk und Kosmetik verlangt mehr Sorgfalt als bei Feinsteinzeug.
Geeignete Steine
| Stein | Dusche | Hinweis |
|---|---|---|
| Granit | sehr gut | dicht, säurebeständig, pflegeleicht |
| Schiefer | sehr gut | rutschhemmend, unempfindlich |
| Quarzit | gut | hart, säurebeständig |
| Marmor | edel, sensibel | imprägnieren, keine Säure |
| Travertin | möglich | gespachtelt bevorzugen |
Abdichtung: die Grundlage
Unter dem Belag muss eine Verbundabdichtung liegen, damit kein Wasser in Wand und Boden gelangt. Weil Naturstein teils saugfähig ist, drohen ohne funktionierende Abdichtung Feuchteschäden, Ausblühungen und Verfärbungen. Abdichtung und die Anschlüsse an Ablauf, Wand und Tür sind fehleranfällig – diese Arbeit gehört in die Hand eines Fachbetriebs.
Rutschhemmung am Boden
Am Duschboden hat Trittsicherheit Vorrang. Polierte Flächen sind nass rutschig und ungeeignet. Rutschhemmend sind gebürstete, geschliffen-matte, sandgestrahlte, geflammte oder spaltraue Oberflächen; kleinteilige Formate (Mosaik) bieten durch mehr Fugen zusätzlichen Halt.
Kalk, Grünbelag und Pflege
Das Dauerthema ist Kalk. Vorbeugen: Nach dem Duschen die Flächen mit einem Abzieher trocknen, den Stein imprägnieren und pH-neutral reinigen. Auf kalkhaltigem Stein gehören keine sauren Kalkreiniger – sie ätzen; siehe Kalkflecken entfernen. Gute Belüftung beugt Grünbelag und Schimmel vor. Für die Silikonfugen nur neutralvernetzendes Silikon verwenden.
Kein essighaltiges Silikon
Die Silikonfugen in der Steindusche mit essigsäurefreiem (neutralvernetzendem) Silikon ausführen – essighaltiges kann kalkhaltigen Stein verfärben. Siehe Silikonfugen erneuern.
Typische Fehler
- Polierte Oberfläche am Duschboden (Rutschgefahr).
- Mangelhafte oder fehlende Abdichtung.
- Saure Reiniger auf kalkhaltigem Stein.
- Flächen nicht abziehen → hartnäckiger Kalk.
Häufige Fragen
Kann man Naturstein in der Dusche verwenden?
Ja, bei fachgerechter Abdichtung, rutschhemmender Oberfläche und konsequenter Pflege. Naturstein wirkt sehr edel, verlangt aber mehr Sorgfalt als Feinsteinzeug.
Welcher Stein eignet sich?
Dichte, unempfindlichere Steine wie Granit, Schiefer und Quarzit. Marmor und Travertin sind möglich, aber säureempfindlich und pflegeintensiver. Am Boden ist eine rutschhemmende Oberfläche wichtig.
Warum ist die Abdichtung so wichtig?
Unter dem Belag muss eine Verbundabdichtung liegen. Ohne sie drohen bei saugfähigem Stein Feuchteschäden, Ausblühungen und Verfärbungen. Diese Arbeit gehört in Fachhand.
Wie verhindert man Kalkflecken?
Nach dem Duschen abziehen, imprägnieren und pH-neutral reinigen. Auf kalkhaltigem Stein keine sauren Kalkreiniger. Gute Belüftung beugt Grünbelag und Schimmel vor.
Ist Naturstein in der Dusche rutschig?
Polierte Flächen sind nass rutschig und ungeeignet. Rutschhemmend sind gebürstete, matte, sandgestrahlte, geflammte oder spaltraue Oberflächen sowie kleinteilige Formate.
Muss man imprägnieren?
Ja, sehr empfehlenswert. Die Imprägnierung reduziert Saugfähigkeit und Kalkränder und erleichtert die Reinigung. Sie ersetzt weder Abdichtung noch regelmäßige Pflege.


